Erweiterte Flexibilität bietet Einsparpotenzial
Der Bankkunde von heute gibt sich längst nicht mehr mit starren Finanzierungsprodukten zufrieden. Waren in der Vergangenheit Baudarlehen meist mit einer nur zehnjährigen Zinsbindung und einem Eingangstilgungssatz von lediglich einem Prozent ausgestattet, verlangt der Kunde heute mehr. Schließlich kann der Kunde von einem verstärkten Wettbewerb profitieren und ein Vergleich unter verschiedenen Anbietern zahlt sich immer aus.
Als kundenfreundlich erweist sich die Chance, den Tilgungssatz mehrfach während der laufenden Zinsbindung verändern zu lassen und geboten wird in der Regel eine Spanne zwischen einem und fünf Prozent Tilgung. Dies kommt insbesondere Selbstständigen zugute, die meist ein schwankendes Einkommen haben, oder Eltern in der Babypause. Wer dann die Monatsrate, angepasst an die individuellen finanziellen Verhältnisse anpassen kann, bekommt einen zusätzlichen Spielraum.
Als besonders vorteilshaft erweist sich ein Kündigungsrecht. Wer vielleicht durch eine unvorhergesehene Erbschaft zu Geld kommt, kann sein Darlehen vorzeitig zurück zahlen. Auch ein Zinsrutsch kann dann besser aufgefangen werden, wenn sich diese Situation nach einem Vertragsabschluss ergibt. Mit einem besonderen Kündigungsrecht kann dann problemlos umgeschuldet werden. Dabei muss dieses hohes Maß an Flexibilität nicht immer teuer erkauft werden. Viele Banken bieten besondere Optionen gegen einen geringen Zinsaufschlag.
Steht nach dem Ende der Zinsbindung die Anschlussfinanzierung an, werben einige Banken neue Kunden mit der Aussicht auf eine Prämie bei einem Bankenwechsel. Gern übernehmen die neuen Geldgeber auch die Formalitäten, oder zahlen die Grundbuch- und Notarkosten. Wer sich also für ein hohes Maß an Flexibilität entscheidet, spart ein, ohne dafür tief in die Tasche zu greifen.